Auszüge aus unserer Bewohner-Zeitung

 

 

  Informations-Nachmittag am 11.01.2017 über unsere Notruf-ANLAGE

                                                               ( Text: Chr. Eisele + W. Majewski)

 

Unsere Sicherheit liegen Frau Carli und Frau Klumpp-Keil sehr am Herzen und deshalb organisierten sie diesen Nachmittag und luden Herrn Maucher und Herrn Hald vom Roten Kreuz ein, uns über die Notrufanlage zu informieren. Wie sie zu bedienen ist, erfahren wir auf der letzten Seite dieser Heimzeitung. Wir wissen, wenn wir den roten Knopf drücken, wird uns in kürzester Zeit geholfen.

Außer dem Knopf am Gerät gibt es zusätzlich einen Sender, auch ein roter Knopf, der als Armband oder als Halskette getragen wird. Herr Maucher bittet uns eindringlich, diesen Sender immer zu tragen, denn wie schnell besteht die Gefahr eines Sturzes  vor allem im Badezimmer. Der Sender ist wasserdicht, und kann auch beim Baden oder Duschen am Körper getragen werden. Damit der Notruf auch im Treppenhaus und im Keller ausgelöst werden könnte, wäre eine Zusatzanlage erforderlich. Frau Klumpp-Keil kümmert sich bereits darum.

Wurde der Notruf ausgelöst, meldet sich die für den Hausnotruf eigens eingerichtete DRK-Leitstelle in Stuttgart, die auf ihrem Bildschirm gleich die Daten des Rufenden sieht und mit ihm sprechen kann. Ist Hilfe erforderlich, kommt das DRK sofort mit 2 Rettungssanitätern und soweit dies aus der Situation erkennbar ist, auch mit Notarzt. In allen anderen Fällen benachrichtigt das DRK die Diakonie von Montag  bis Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr; dasselbe gilt, wenn vom Rufenden keine Antwort kommt; an den Wochenenden und zu jeder anderen Zeit übernimmt diese Aufgabe die   DRK-Leit-stelle in Überlingen. Dort ist ein Generalschlüssel hinterlegt, mit diesem lassen sich unsere Wohnungstüren öffnen, selbst wenn innen der Schlüssel steckt. Die Zimmer-türen aber bitte nicht verschliessen.

Uns Bewohnern wird nahe gelegt, vorsorglich den aktuellen Medikamentenplan,  so-weit vorhanden die Patientenverfügung und die Telefon-Nummern der zu benachrich-tigenden Angehörigen unter dem Gerät zu deponieren. (Vordrucke des Landratsamtes liegen im Büro des Altenzentrums bereit.) Ein gepackter Notfallkoffer für einen evtl. Krankenhausaufenthalt sollte ebenfalls bereit stehen.

Für diese und weitere Informationen und die Beantwortung diverser Fragen der Zuhö-rer bedanken wir uns bei den Herren und sind sehr beruhigt über unsere Sicherheit durch das DRK. Unser Dank gilt aber auch dem Betreuungsteam vom Haus für ihre  Fürsorge und Hilfe. Fröhlich genießen wir danach den Kaffee und den mit einem roten Kreuz dekorierten guten Kuchen von Ella, der Köchin.

 

Lesestunde im Wintergarten (Text: Waltraud Majewski)

 

Einmal im Jahr feiert Deutschland „Die lange Nacht der Bücher“ mit Lesungen in diver-sen Lokalitäten. Auch unser Wintergarten war am 12. November 2016 ausgewählt worden und wir hatten die Möglichkeit, die „Legende vom heiligen Trinker“, dem letz-ten Roman von Josef Roth kennen zu lernen. Frau Döring las uns den Roman mit ihrer angenehmen Stimme gekonnt vor.

Der „heilige Trinker“ ist ein Obdachloser, der unverhofft zu Geld gekommen ist. Ein Unbekannter leiht es ihm und sagt, er solle es der hl. Therese von Lisieux zurück-geben, wenn er es nicht mehr benötigt. Der Trinker kommt immer wieder mal zu Geld, aber setzt alles in Alkohol um. Geplagt vom schlechten Gewissen, ist er zu schwach trotz guten Willens und guter Vorsätze das Trinken aufzugeben und das Geld zurück zu geben.

Kurz vor seinem Tod jedoch lernt er ein Mädchen namens Therese kennen. Schon nicht mehr aller Gedanken fähig, gibt er ihr Geld unmittelbar vor der Kirche. Als er be-trunken und schwach umfällt, bringt man ihn in die Sakristei der Kirche der  Hl. The-rese und er stirbt dort mit der Hand an der Brieftasche.

Josef Roth, der berühmte Schriftsteller aus Österreich starb 1939 im Alter von 45 Jah-ren und hatte selbst Alkoholprobleme. In dem Buch schildert er die Versuchungen und die Tragik eines Säuferlebens.

 

 

Unsere Bibliothek (Text Waltraud Majewski, Bild: Christa Eisele)

Da Sie gerade von der „langen Nacht der Bücher“ gelesen haben, möchten wir Sie daran erinnern, dass wir eine gut bestückte Bibliothek im Hause haben. Sie müssen nur vom Eingang aus zur rechten Seite und durch die letzte Tür links gehen und schon sind sie da. Jede Menge „Bestseller“, Romane, Bild- und Gedichtbände, religiöse Literatur, Reisebücher und  interessante Zeitschriften liegen zum Lesen bereit. In einer „lauschigen Ecke“ können Sie Platz nehmen und in Ruhe ihr ausge-wähltes Exemplar lesen. Selbstverständlich können Sie auch Bücher mitneh-men und zuhause lesen. Kommen Sie doch einfach mal vorbei!     

 

 
   
 
   

ENTSTEHUNGSGESCHICHTE  unseres ALTENZENTRUMS (v. GF. Udo Pursche)

1981 wurde das Kindergenesungsheim der Diakonie in Stetten a. k. M. verkauft, der Erlös ging an den Evangelischen Kirchenbezirk Überlingen-Stockach für eine neue diakonische Aufgabe, der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, Udo Pursche, wurde beauftragt, ein diakonisches Projekt zu entwickeln.

 

1989 entwarf er „Hilfen für alte Menschen in Überlingen“ - eine Gedankenskizze des Diakonischen Werkes Überlingen-Stockach zu ambulanten und stationären Angeboten sowie anderen Betreuungsformen und fehlenden betreuten Wohnungen in der Stadt Überlingen.

 

1990 wurden erste Planskizzen für ein Altenzentrum durch ein Architekturbüro in Überlingen entworfen, um genauere Vorstellungen zu bekommen.

 

1991 erfolgte die Gründung des „Fördervereins für ein Altenzentrum der Diakonie in Überlingen“ (mit zunächst 10 Mitgliedern). Auch wurde da eine erste Konzeption für betreutes Wohnen und stationäre Altenpflege in einem „Altenzentrum“ entwickelt.

 

1992 wurde dann von der Stadt Überlingen ein städtebaulicher Ideenwettbewerb für den Bereich Schättlisberg/Hildegardring durchgeführt.

 

1993 wird das geplante Altenpflegeheim in den Kreisaltenplan des Bodenseekreises aufgenommen und in das Landesförderprogramm übernommen.

 

1995 erfolgt die Gründung der „gemeinnützigen Linzgau-Diakonie-Altenhilfe (LDA) GmbH“, Udo Pursche wird zum Geschäftsführer der LDA bestellt und Frau Heiland, Migrations-Sozialarbeiterin des Diakonischen Werkes Überlingen als Heimleiterin des Altenzentrums übernommen.

 

Am 17.12.1997 beginnt der Spatenstich für das Altenzentrum. Die Firma Hochtief erstellt die betreuten Senioren-Wohnungen. Der Förderverein hat mittlerweile über 100 Mitglieder.

 

1998 erhält die LDA die Zuschussbescheide des Landes und des Bodenseekreises

und  am  09.10.98 ist die Grundsteinlegung im betreuten Wohnen (in der Tiefgarage). Bereits im Juli 1999 können die ersten betreuten Wohnungen bezogen werden.

 

Am 10.09.1999 ist die Grundsteinlegung für das Altenpflegeheim (unter der Treppe), bereits im Oktober 2000 – nach nur einem Jahr Bauzeit – ist das Altenpflegeheim als Mitte des Altenzentrums der Diakonie in Überlingen fertig und wird am 27.10.2000 in einem Festgottesdienst eingeweiht. Seither ist es immer zu 100 % belegt.

 

2001: Aufgrund der großen Nachfrage erstellt die Firma Hochtief „im Sohlen“ 2 weitere Häuser für das betreute Wohnen, die bereits im November bezugsfertig und schnell belegt sind.

 

Seit 2015 ist Frau Petra Carli Heimleiterin und führt das Haus in die nächsten Jahre.

                                                        3

 
   

Wöchentliche Angebote – Betreutes Wohnen

 

Wochentag

Uhrzeit

Angebot

 

 

 

Montag

15.00

Atemgymnastik mit Frau Schmid, Hauptgebäude, EG, Wintergarten.

Dienstag

11.00

 

15.00

Seniorengymnastik mit Frau Wiegand  Im Sohlen 4, Gymnastikraum im UG.

Gedächtnistraining mit Frau Klumpp-Keil Hauptgebäude, EG, Wintergarten.

Mittwoch

10.00

Einkaufsfahrt zu wechselnden Supermärkten.

(Terminplan am Aushang im Haus)

Donnerstag

10.00

Bibelgesprächskreis mit Dekanin Klusman oder Diakon Hartkorn , Hauptgebäude, EG, Wintergarten.

Freitag

 

 

 

 

 9.30

 

16.00

Malgruppe mit Frau Jetter (alle 14 Tage) Hauptgebäude, EG, Wintergarten.

Andacht(wöchentlich, wechselnd katholisch/evangelisch/ evangelisch-methodistisch) Hauptgebäude, EG, Gruppen-raum

 

Kulturveranstaltungen finden wöchentlich bzw. 14-tägig Mittwoch oder Donnerstag nachmittags/abends statt, dies sind Literatur-, Konzert-, Liederabende oder -nach-mittage,  Kleinkunstdarbietungen, Jahreszeitenfeste und Ausflüge u.v.m.

 

Zusätzliche Angebote:

 

Montag und Freitag:      Einkaufsservice

                                                                                             

Donnerstag:                 Mineralwasser-Service            

 

        Wöchentliche Angebote –Pflegeheim/ Tagespflege

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

10.00 Uhr*

Gymnastik

10.00 Uhr*

Gymnastik

10.00 Uhr*

Gymnastik

10,00 Uhr*

Gymnastik

10.00Uhr*

Gymnastik

 

10.00Uhr*

Singen

10.15Uhr+

Gruppe

10.15Uhr+

Gruppe

10.15Uhr+

Gruppe

10.15Uhr+

Gruppe

10.15Uhr+

Gruppe

 

 

10.00Uhr#

Gruppe

10.00Uhr#

Gruppe

10.00Uhr#

Gruppe

10.00Uhr#

Gruppe

10,00Uhr#

Gruppe

 

 

15.30 Uhr

Singen Wohnber. 1

15.30 Uhr

Kegeln Wohnber.2

15.30 Uhr

Singen

Wohnber.1

15.30 Uhr*

Sitztanz

 

16.00 Uhr*

Gottes-dienst

16.00Uhr*

Lesen

 

  • * Gruppenraum, EG, Hauptgebäude
  • + Wohnbereich 2
  • # Tagespflege

 

 

Liebe Leserinnen und Leser, wir möchten Ihre Erinnerungen veröf-fentlichen. Gerne hören wir uns auch Ihre Geschichten an  und schrei-ben sie für Sie auf. Melden Sie sich im Büro bei Frau Klumpp-Keil. Unser Redaktionsteam wird sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen.

 

 

Geschichten aus der Kindheit (erzählt von Franz Bernauer)

 

Meine ersten Lebensjahre verbrachte ich mit meinen Eltern und 4 Geschwistern im Schwarzwald in Todtmoos. Mein Vater war Förster. Meine Lieblingstante dort hieß Elise. Ich war ungefähr 5 Jahre alt, als mein Vater nach Überlingen versetzt wurde. Ich war traurig, weil ich meine heissgeliebte Tante verlassen  musste. Glücklicherweise durfte ich meine Ferien immer bei meiner Tante Elise verbringen. Der Wunsch meines Vaters war, dass auch ich die Forstlaufbahn einschlug. Dazu brauchte ich aber das Abitur und so meldete er mich am Seuse Gymnasium in Überlingen an. Es gefiel mir dort gar nicht. Ich wollte nicht Beamter, sondern lieber Handwerker werden.            

Die Sommerferien  verbrachte ich wieder bei meiner Tante und überlegte, wie ich den Försterberuf vermeiden könnte. Aber es fiel mir nichts ein und ich musste nach den Ferien nach Überlingen zurück. Nach 3 Tagen Schule hatte ich genug. Ich schnappte mir das alte Fahrrad meiner Schwester und radelte am nächsten Morgen nicht zum Gymnasium, sondern über die Engener Steige Richtung Wutöschingen. Dort warf ich meinen Schulranzen in die Wutach. Kurz darauf kam ein Auto aus Überlingen auf mich zu. Schnell versteckte ich mich und  sah, dass es mein Bruder war, der mich wohl suchte. Gut, dass er mich nicht gesehen hatte.  Dann fing es zu regnen an, aber was soll's, da musste ich jetzt durch. Vollkommen durchnässt und hundemüde kam ich in Herrischried an. Vor lauter Frust setzte ich mich heulend an den Straßenrand. Eine Frau sprach mich an: „Du bist wohl von Zuhause ausgerissen?“ Ich log sie an und sagte, dass ich zu meiner Tante nach Todtmoos unterwegs war,  und nicht wisse, wo ich die Nacht verbringen sollte. Sie hatte  Mitleid mit mir und nahm mich mit zu sich nach Hause. Ich erhielt trockene Kleidung und auch etwas zu essen und trinken und ein  kuscheliges Bett.

Ohne darüber nachzudenken, wie es meinen Eltern ging, machte ich mich nach dem Frühstück gut gelaunt auf den Weg nach Todtmoos. Dort wurde ich bereits erwartet. Die Metzgerei Kaiser hatte ein Telefon und meldete meine Ankunft nach Überlingen. Jetzt erfuhr ich auch, warum mein Bruder mich so früh gesucht hatte. Vater hatte mein Zeugnis auf dem Tisch gesehen und unterschrieben. Da sein Weg zur Arbeit am Gymnasium vorbei ging, wollte er es meinem Klassenlehrer bringen. Von ihm erfuhr er nun, dass ich gar nicht erschienen war. Vater berichtete es Mutter und sie war sofort davon überzeugt, dass ich in Richtung Todtmoos unterwegs war, und deshalb wurde mein Bruder, der Automechanikerlehrling, auf den Weg geschickt, mich zu suchen. Zuhause erging es mir wie dem „Verlorenen Sohn“ in der Bibel. Ich wurde von meinen Eltern ohne Vorwürfe freundlich empfangen. Vater hatte zwischenzeitlich mit Rektor Müller gesprochen, der ihm geraten hatte, mich auf die Hauptschule zu schicken, da ich handwerklich sehr begabt wäre. So kam es, dass ich später eine Ausbildung zum Elektrotechniker mit Schwerpunkt Radiotechnik machen konnte.

                                                        

 
   

 

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